​Beefuture  - mit Bienen der Natur dienen!

​Ein ganz anderer Vortrag, ein ganz anderes Thema, aber dennoch hochaktuell und spannend wie nur die Natur sein kann, sofern wir sie respektieren und pflegen.
Frank Weiß, von „beefuture“ sprach über das Thema : „Ohne den Menschen stirbt die Biene. Ohne Biene hat der Mensch keine Zukunft“
In seinem Vortrag ging es um die Rettung der Bienen, aber mit Hilfe von Unternehmen, Institutionen, die bei „beefuture-“ Bienenvölker kaufen können. Die Organisation, das Aufstellen von Bienenkästen, ja bis hin zum Abfüllen des Honigs in Gläser besorgt Frank Weiß und seine Mitarbeiter.

Dramatisches Bienensterben und die Folgen!
Vorher ging es aber um die Bedeutung der Bienen für die Menschen, für die Umwelt und für das Ökosystem . „Bienen sind die tragende Säule unseres Ökosystems“, so der Referent. Mehr als 80% der einheimischen Blütenpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen. Von Obstbäumen bis zum Rotklee, sie alle hängen von den Bienen ab. Fällt die Bestäubung aufgrund fehlender Bienenvölker aus, schrumpft der Ertrag bis auf wenige Prozent der ursprünglichen Ernte. Seit 1950 ist durch das Bienensterben die Population von 2,0 Mio. auf 0,8 Mio. gesunken, das ist ein Rückgang von 60%. Die Ursachen liegen bei der extensiven Verwendung von Pestiziden, Krankheiten der Bienen, Klimaveränderung und Monokulturen.

150.000 km für ein Glas Honig.
Für ein Glas Honig umrunden die Bienen die Erde drei Mal. 5 Millionen Blüten müssen dafür bestäubt werden (bienenfleißig). Allerdings werden die Arbeiterbienen maximal 6 Monate, die Bienenkönigin kann 3-5 Jahre alt werden. Und sie haben eine Kommunikationsstrategie, „Schwänzeltänze“, die den Bienenstockbewohnern sagen, wo der Honig bzw. die Pollen zu finden sind (von Karl v. Frisch, Nobelpreisträger).

Ökonomischer Wert der Biene
Der Wert der Biene hat einen großen Einfluss auf die Umwelt und auf uns Menschen. 80% der Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung angewiesen. Der ökonomische Wert der Bienenbestäubung liegt weltweit über hunderte Milliarden Euro! Wir kennen die Bilder aus China, auf denen die Menschen versuchen, die Obstbäume per Hand zu bestäuben. Der in China produzierte Honig sei sehr belastet und ist zwischen 60 und 70% gepanscht. Da drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass der Kauf des einheimischen Honigs besser ist. Allerdings übersteigt die Nachfrage das Angebot, „der Honig ist bei uns sehr günstig, in Afrika zahlt man ca. 60.- € für ein Glas.“

Honig aus eigener Produktion für die Kunden.
Mit der Patenschaft von Bienenvölkern können die Unternehmen sich nicht nur umweltschützend einbringen, sie haben auch Honig aus heimischer Produktion für ihre Kunden. Der Ulmer Nobelpreisträger Albert Einstein hat gesagt:...“wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

Bericht und Fotos: Helmut Lange